...nach zwei chemisch angehauchten Artikeln nun auf Wunsch von Potassium etwas ganz Neues, nämlich mal Landschaftsbilder aus Vorarlberg. Genauer gesagt Bilder von einer kleinen Wochenendwanderung (mit Höhlenführung) zur/in der Schneckenlochhöhle in Schönebach bei Bizau im Bregenzerwald. Ich bin da mit meiner Mama und meinem Bruder hin, mein Vater wollte nicht mit in die Höhle und da meine Schwester arbeiten musste, blieb er mit Neffe Julian in Schönenbach und unterhielt ihn mit diversen Aktivitäten wie zB staudammbauen.
Gestartet sind wir so gegen 10 von Schönenbach. Auf der 1,5 stündigen Wanderung zur Höhle gings zuerst über Forststraßen und dann über Waldpfade. War wirklich sehr angenehm zu gehen, nicht zu steil, aber auch nicht zu wenig.
Hier gibts jetzt mal 5 Bilder vom Weg zur Höhle.
Bregenzer Wälder Landschaft mit Hirschberg, wenn ich nicht irre.
Abermals Landschaft mit einem kleinen Teil von Schönenbach
Unterwegs kam man dann an 3 kleineren Bächen vorbei, die sich den Weg durch den Wald bahnten. Hier 2 davon.
Bei der Höhle angelangt gings nach stärkender Jause für ca. 2 h in die Höhle.
Wie eng es tlw. in der Höhle wurde ist hier zu sehen. Das bin ich beim "Eingang" in den zweiten Windtunnel. Der Rest der Photos wurde aufgrund von zu schwachen Blitzes nicht wirklich auswertbar. Glaubt mir einfach, wenn ich sage die Höhle war sehr eindrucksvoll, da sie am Anfang 40x50 Meter groß war und dann eben nur mehr 0,5x0,5 m.
Last, but not least noch ein abschließendes Bild vom Heimweg, ich glaube mit Kanisfluh.
Wie auch immer, ich hoffe die Bilder schrecken euch nicht ab, mal vorbeizuschauen. Gekostet hat die geführte Höhlentour mit Overall und Helm für Erwachsene 49 €, bei größeren Gruppen 40. Hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, auch wenn ich mir anfangs nicht sicher war, was ich von den engen Passagen so halten soll.
MfG
Felix
Es gibt wieder mal was Berichtenswertes aus der Arbeit. Jedoch nicht so aufregend wie letztes Mal, jedoch für mich und meinen Chef mindestens so nervenaufreibend.
Ich hab ja von meiner Tätigkeit mit dem ARGUS COLOR schon berichtet. Bei eben dieser Dilutor/UV-Vis-Spektormeter-Combie ist letzten Donnerstag aus bisher nicht ganz geklärten Gründen das Glas der größten Cuvette gebrochen. Nach dem Austauschen brach das Glas der Ersatzcuvette auch gleich. Daher haben wir seit dem keine Durchflusscuvette mit 1 cm Schichtdicke mehr. Ist aber nicht so schlimm weil 95 % der Lösungen mit der 0,1 cm Cuvette vermessen werden.
Seit Freitag messen wir also ohne diese Cuvette. Und seit gestern spinnt einfach alles. Bzw. die Werte passen nicht mehr zusammen. Alle Referenzstandards wurden bereits von einer diplomierten Kollegin vor meiner Zeit eingemossen, weshalb ihnen größtenteil vertraut werden kann. Da für die Färbung der Standard aber sowieso gelöst wird, mess ich ihn zur Sicherheit nochmal mit. Und seit eben gestern passt der "frische" Standard mit dem bereits gemessenen nicht mehr überein. Heute warens dann bis zu 7 % Abweichung in der Farbstärke und ein DeltaE (Farbton) von 2,5 - das ist sehr viel.
Einen Grund dafür konnten wir uns nicht ausmalen, deswegen wurde mal der Puffer erneuert und noch mehrmals durchgespült. Das hat aber gar nichts gebracht. Ich hab dann irgendwann mal gedacht, dass evtl ein Fingerabdruck auf der Cuvette sein könnte, vom Einbau nach dem Bruch am Donnerstag.
Als ich also die Cuvetten putze, bemerke ich eine Luftblase in der 0,5 er Cuvette und versuche dann diese loszuwerden. Das war zwar nicht sehr erfolgreich, dafür hab ich einen "Fusel" in der immer verwendeten 0,1er Cuvette entdeckt. Wir haben dann versucht den Fusel auszuspülen bzw. auszusaugen, jedoch ohne Erfolg. Um weiter messen zu können, haben wir dann auch hier die Ersatzcuvette eingebaut. Mein Kollege hat ein Mikroskopbild vom Fusel gemacht, wobei sich gezeigt hat, dass es gar kein Fusel war. Die Dichtung der Cuvette hatte sich irgendwie gelöst und war in den Raum zw. den Gläsern gekommen und dazu irgendwelche Fasern (ob von Cuvettenwand?? oder von Farbstofflösungen - in diesen sei alles mögliche drin, je nach Lieferant auch mal Sand - wissen wir nicht). Auf jeden Fall ist die Cuvette nun ein Fall für die Mülltonne. Somit hat unsere Abteilung innerhalb von 4 Arbeitstagen Material im Wert von 750 Euro nachzubestellen. Auch nicht ohne. 1 Cuvette = knapp 240 Euro.
Fazit:
.) Jeden Tag auf "Fuseln" überprüfen
.) Alle Chargen der letzten Tage müssen wiederholt werden, dh. Arbeit ohne Ende.
.) Ich wurde gefragt, wieviel die Konkorrenz denn für die Sabotage so zahlt.
Damit hier mal wieder was neues gepostet wird und der Anteil chemischer bzw. chemie-naher Beiträge wieder etwas stiegt poste ich mal was vom heutigen Arbeitstag.
Ich arbeite ja dieses Jahr wieder bei der Bezema AG in Montlingen (CH). Die Firma stellt vor allem Textilfarbstoffe (von Reaktiv bis zu Küpenfarbstoffen ist alles dabei), so wie Textilhilfsmittel (Knitterschutz, Egalisiermittel..) her. Ich bin dabei in der Qualtitätskontrolle tätig.
Dabei ist es dieses Jahr meine Aufgabe alte Produktionschargen zu suchen, Farbstofflösungen herzustellen und diese mit einem UV/Vis-Spektrometer von ARGUS COLOR zu vermessen. Das Gerät ist dabei laut Hersteller "kein Prototyp, sondern das erste Gerät seiner Serie." Als solches funktioniert es aber ausgezeichnet bis auf einige verbesserungswürdige Features der zugehörigen Software.
Das Gerät hat auf jeden Fall einen Autosampler um bis zu 8 Lösungen nacheinander zu vermessen. Weiters hat das Gerät den Vorteil, dass es im eingestellten Wellenlängenbereich zw. 350 und 800 nm automatisch das Maximum sucht und so lange hin und her verdünnt bis das Maximum eine Absorption von 1 aufweist. Interressant an dem Gerät ist weiters, dass es mit kontinuierlicher Verdünnung arbeitet. Das heißt es saugt in zwei Spritzen die Farbstofflösung und Lösungsmittel (hierbei gepuffertes Wasser) auf und entleert diese mit verschiedener Geschwindigkeit. Mischkammer gibt es dadurch keine, denn die Mischung erfolgt direkt beim Ventil an dem die zwei Ströme vereinigt werden. Funktioniert ausgezeichnet. Laut Chef wird das Prinzip nur von wenigen Firmen verwendet.
Jetzt aber zum eigentlich interessanten Teil des Beitrags:
Heute Morgen um 8:30 war im Nachbarlabor plötzlich einen dumpfen Ton zu hören, woraufhin meine Kollegin gleich mal ins Labor gerannt ist um zu sehen was passiert ist. Es folgte Geschrei und Gefluche, denn siehe da, der 3 Liter-Messbecher mit 2 Litern Aufschlusssäure war vom Magnetrüher im Abzug gefallen. Die Aufschlusssäure (fürs in Lösung-bringen von versch. Metallkomplex-Farbstoffen zur AAS-Analyse) besteht aus 1 Teil 60 %iger Perchlorsäure, 3 Teilen HNO3 conc. und 1 Teil H2SO4 conc., also doch eher ein ungemütlicher, da höchst oxidativer, Zeitgenosse.
Es entstand gleich mal eine ziemlich stechend riechende, dichte, weiß-graue Gaswolke, die recht schnell den Raum füllte. Mit Mantel, Schutzbrille und Staubschutzmaske (hier eher unnütz) bewaffnet stürmte meine Mitarbeiterin noch schnell retour ins Labor um einerseits die Fenster zu öffnen und andererseits ihr Red Bull zu retten. Welches der beiden ihr wichtiger war, bin ich mir noch nicht ganz so sicher.
Nach Verständigung der Sicherheitsbeauftragten und des Chefs kam nach wenigen Minuten ein Mitarbeiter mit Gasmaske und "Chemiebinder" und verteilte eben diesen ca. 10 cm hoch auf dem gesamten betroffenen Laborboden (die Säure schwappte über den Abzugrand unter dem geschlossenen Schild auf den Boden). Ca. 2,5 Stunden später war das Labor dann wieder halbwegs sauber und ohne Atemschutz betretbar. Leider durfte ich "Darth Vader" beim Putzen nicht photographieren...
Damit aber für den Arbeitstag nicht genug. Ich hatte heute mit Säurefarbstoffen zu arbeiten, welche um vollständig in Wasser in Lösung zu gehen zum Kochen gebracht werden müssen. Also hab ich eben 4 Erlenmeyer auf der Heizplatte aufgekocht. Da die 2 der Kolben jedoch fast zeitgleich zu sieden begonnen und die Lösungen zum Schäumen neigen, hab ich nur mehr noch einen schnell weggestellt und sofort nach dem zweiten gegriffen. Dieser schäumte jedoch über und verbrühte mir den Zeigefinger. Ich hatte zwar einen Handschuh aus weitmaschiger Synthesefaser an, um mich nicht am heißen Glas zu verbrennen, aber die Lösung ging nunmal durch. Tat verdammt weh, gibt aber dank rascher Kühlung und "Hydrogel-Wundverband" hoffentlich keine Blase, das wird sich dann morgen zeigen.
Fazit: 1. Schwein gehabt, dass bei der Aufschlusssäure grade keiner im Labor war (vor allem der Typ, der seinen Arbeitsplatz direkt vor dem Abzug hat)
2. 5-seitige Unfallberichte wegen einer Verbrennung ausfüllen ist extrem mühsam und unnötig.
3. Ich hinterfrage immer noch die Sinnhaftigkeit einer Vollschutz-Gasmaske, wenn man kurzärmelig ins rauchige Labor geht.
MfG
P.s.: ist länger geworden als erwartet. Ich hoffe trotzdem, dass der Beitrag von manchen gelesen wird.
Wie mir der Rudi mitgeteilt hat, feiert er seinen Geburtstag (24.6.) am 3.7. an seinen Fischteichen in Prellenkirchen.
Einer der Fischteiche
Kulinarisch wird es klassisch und ebenso köstlich, da es Spanferkel, Lamm, div. Würste und Beilagen geben wird. Auch für Getränke wird gesorgt.
Das Spanferkel von vor 2 Jahren
Wer also Lust und Laune hat ist vom Rudi herzlich eingeladen. Auch Leute die ihn nicht (persönlich) kennen sind eingeladen und er freut sich auf neue Bekanntschaften.
Termin: 3.7.2010 ab Mittag. Ab Nachmittag soll es Spanferkel geben. Wer den Rudi kennt, weiß dass er es aber mit Zeitpunkten nicht so genau hat ;-)
Anfahrt ist wie in den beiden folgenden Plänen beschrieben.
Ich hab nachdem ich schon öfter gesucht hab, aber nie was gescheites gefunden hab, endlich einen Strukturformel-Editor für Mac gefunden. Er ist aber auch für Linux und Windows erhältlich.
Das tolle daran ist, er ist kostenlos - zumindest wenn ich die Lizenz richtig verstanden hab für Studenten und Lehrer - man muss sich lediglich auf der HP registrieren, um den Download starten zu können. (Alternativ könnt ihr mir ja ein Email schreiben, dann lad ich euch die Installationsdateien für Windows runter - ich bin ja schon registriert)
Das Programm nennt sich "MarvinSketch" und ist wirklich sehr umfangreich, mit 2D und 3D Darstellung, allen Isotopen, "Struktur-Checker", R/S, Polymere, etc.
Es dauert zwar ein wenig, sich bei gewissen Sachen das richtige zu finden, aber eigentlich ist das Programm selbst erklärend.
Und HIER gibts das ganze zum Download.
Viel Spaß damit
Ab sofort gibts hier die Verfahrenstechnikprotokolle online. Wer also Freude damit hat ;-)
Fragen, Anregungen bitte per E-mail an roflboa [ät] 1338 [punkt] at.
Beschwerden bitte an office@fsch.at :D :P :D
So, nachdem wiedermal eine Rundmail kam, mit der Bitte nach den PW für MechVT 1 von Prof. Höflinger, stell ich hier mal ein .txt file online. Darin fndet ihr das alte PW von letztem SS und auch von diesem WS. ist nicht mehr ganz aktuell, aber es sollte auf jeden Fall eines davon passen.
Kleiner Tipp: Nachdem ihr das .pdf mit dem PW geöffnet habt, kann mans neu "speichern unter" ohne PW. Zumindest auf Mac gehts.
Wie die Presse gestern berichtet hat, ist der Nachweis von Ölspuren in Wasser im ppm-Bereich mittels einem sog. Quantenkaskadenlaser möglich. Das Verfahren dazu haben Prof. Berhard Lendl der TU Wien und Wolfgang Ritter entwickelt. Folgendes schreibt die Presse dazu: